Schlüsselfähigkeit wirkungsvoller Kommunikation im Team

  • Schlüsselfähigkeit wirkungsvoller Kommunikation im Team

    Schlüsselfähigkeit wirkungsvoller Kommunikation im Team

    Wenn im Team verschiedene Menschentypen aufeinandertreffen, wird Kommunikation schnell zur Herausforderung. Wie kommt es, dass Du mit einer Botschaft einige Menschen hervorragend erreichen und andere völlig unbeeindruckt lässt? In diesem Artikel erfährst Du, wie Du Schritt für Schritt Deine Kommunikation so gestaltest, dass Du alle Menschen im Team erreichst.

    Hast Du schon einmal miterlebt, wie zwei Menschen vollkommen aneinander vorbeireden? Du stehst daneben, hörst beiden zu und denkst Dir: Im Grunde meinen beide das gleiche, doch sie scheinen zwei verschiedene Sprachen zu sprechen.

    Diese Situation gehört zum Alltag zwischenmenschlicher Kommunikation und steht jeden Tag und in jedem Unternehmen an der Tagesordnung. Missverständnisse beginnen oft im Kleinen und ohne böse Absicht. Schaukeln sie sich jedoch hoch, können sie schnell zu Konflikten und sogar zu wirtschaftlichen Schäden führen.

    Wenn Kommunikation hingegen funktioniert, fühlen sich alle Beteiligten wie im Flow. Als begeisterter Surfer führe ich gerne das Bild an, mit anderen auf einer Welle zu reiten. Sie kennen die Richtung, alles fühlt sich richtig an und sie können sich gemeinsam an Ihr Ziel führen lassen. Stimmt die Kommunikation, stellt sich auch die Zusammenarbeit mühelos ein.

    Lobende Worte und ein Strauß Blumen

    Neulich habe ich ein Training gegeben, um die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Geschäftsleitung in einem Unternehmen zu optimieren.

    Am ersten Trainingstag unterhielt ich mich mit den Mitarbeitern über die Stimmung im Unternehmen, über Optimierungspotenziale und darüber, was sie in Zukunft von der Geschäftsleitung erwarteten.

    Die Mitarbeiter fanden zunächst viele lobende Worte. Die Werte stimmten und auch die Moral war gut. Alle waren bereit, sich für das Miteinander im Unternehmen einzusetzen und zum Wachstum beizutragen. Und doch eröffneten sie mir, dass es immer wieder zu Konflikten mit der Geschäftsleitung kam.

    Eine Mitarbeiterin erzählte, dass sie öfter am Wochenende einsprang, wenn einer der Kollegen unerwartet ausfiel. Sie ging also die Extrameile für ihren Arbeitgeber, litt jedoch darunter, dass die Geschäftsleitung ihre überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft anscheinend nicht anerkannte.

    Als ich den Geschäftsführer in der Mittagspause mit diesem Beispiel konfrontierte, fiel er aus allen Wolken. Leicht verzweifelt erzählte er mir, dass er sich regelmäßig mit einem Strauß Blumen bei der Mitarbeiterin bedanken würde.

    Wie kann es sein, dass die Dame trotz besonderer Gesten nicht ausreichend Wertschätzung fühlte? Die Antwort finden wir genau in diesem Verb: fühlen.

    Die fünf Instrumente unserer Wahrnehmung

    Wir alle verfügen über fünf Sinneskanäle, mit denen wir die Welt wahrnehmen: sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Doch wir nutzen nicht jeden dieser Sinne mit dem gleichen Gewicht.

    Der eine verarbeitet Informationen visuell, der andere bevorzugt es, die Dinge zu hören oder sogar zu fühlen.

    Hörst Du zum Beispiel gerne Hörbücher? Ließt Du am liebsten Zeile für Zeile auf einem E-Book-Reader? Oder bevorzugst Du das Buch in seiner haptischen Form?

    Wahrscheinlich fällt es Dir spontan leicht zu bestimmen, über welche Kanäle Du Informationen bevorzugt verarbeitest. Doch weist Du das auch über die Menschen, mit denen Du täglich arbeitest?

    Wie sagst Du: „Ich liebe Dich“?

    Als Kommunikationstrainer kann ich Dir so einige Geschichten darüber erzählen, wie die drei Worte „Ich liebe Dich“ ganze Beziehungen auf den Kopf stellen können. Nicht etwa, weil der Partner oder die Partnerin die Gefühle nicht erwidert. Nein, der Grund liegt darin, wie diese Gefühle in der Partnerschaft zum Ausdruck kommen.

    Bist Du beispielsweise jemand, der Informationen optimalerweise hören muss, um sie zu verarbeiten? Dann ist ein Lippenbekenntnis in Deinem Fall genau das Richtige.

    Hast Du einen Partner oder eine Partnerin, die Deine Botschaft sehen muss, dann offenbarst Du Deine Liebe am besten in einem handgeschriebenen Brief.

    In manchen Fällen helfen weder geschriebene noch gesprochene Worte weiter. Dann hast Du es mit einem haptisch veranlagten Menschen zu tun, den Du am besten mit der gesamten Vielfalt menschlicher Berührungen erreichst.

    Wie gut kennst Du Dein Team?

    Überträgst Du diese Erkenntnisse nun auf den Business-Alltag, erkennst Du schnell die Lösung für die Zwickmühle unseres oben genannten Unternehmers.

    Er hat es mit einer Dame zu tun, die die Welt sehr stark über ihre Empfindungen wahrnimmt. Damit die Zeichen der Wertschätzung bei ihr wirkungsvoll ankommen, muss sie die diese auf haptischem Weg erfahren.

    Zum Beispiel mit einem Händedruck, einem regelmäßigen High-Five, Schulterklopfer oder sogar einer Umarmung drückt der Geschäftsführer seine Botschaft z.B. so aus, dass seine Mitarbeiterin sie optimal verstehen kann.

    Die ein oder andere Ausdrucksweise wirkt auf Dich fremd? Keine Sorge! Das zeigt lediglich, dass Du Dich in anderen Sinnes-Systemen, Deinen eigenen, wohler fühlst. Beherrschst Du  es jedoch, Dich auch auf die Wahrnehmung der Menschen um Dich herum einzustellen, verschaffst Du Deiner Kommunikation völlig neue Wirkungskraft. Die bevorzugten Kanäle Deiner Mitarbeiter erkennst Du, indem Du im Alltag genauer darauf achtest, wie jemand kommuniziert und sich ausdrückt.

    Anschließend kannst Du Deine Kommunikation individuell auf Dein Team abstimmen und so mit jedem einzelnen eine besondere Verbindung aufbauen. Die Menschen können Dir leichter folgen und Dich besser verstehen, wenn Du Ihnen die Informationen direkt in ihren bevorzugten Wahrnehmungssystemen präsentierst.

    Hier erfährst Du die 11 goldenen Regeln für Kommunikation im Team. 

    Fazit

    Wir haben oft Tendenz, mit anderen so zu kommunizieren, wie wir es selbst von anderen erwarten würden. Dabei bleibt der ein oder andere außen vor.

    Indem Du Dich in der Kommunikation auf die Bedürfnisse Deines Gegenübers einstellst, kommunizierst Du nicht nur wirkungsvoller, sondern baust auch starke Verbindungen zu Deinen Mitmenschen auf.

    Wirkungsvolle Grüße

    Dein Jonathan 

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