FACHKRÄFTEMANGEL VS. EMPLOYER BRANDING

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    FACHKRÄFTEMANGEL VS. EMPLOYER BRANDING

    Kategorien: 

    Personalgewinnung, Employer Branding, Unternehmenskultur, Internes Employer Branding, Externes Employer Branding, Fachkräftemangel 

    Leseminuten: 4 min

    Employer Branding gegen Fachkräftemangel

    Unter Employer Branding versteht man frei übersetzt das Bilden einer Arbeitgebermarke. Nun können sich alle, die sich bereits Marketing-Grundlagen angeeignet haben, vorstellen, dass hier wahrscheinlich klassische Produkt-Marketing-Konzepte auf potenzielle Bewerber angewendet werden. Wie genau gehe ich dabei aber vor? Und vor allem: Warum sollte man sich überhaupt die Mühe machen? 

    Das Statistische Bundesamt rechnet mit einem Rückgang der Bevölkerung in Deutschland von ca. 10-16% bis zum Jahre 2050. Bei einer heutigen Einwohnerzahl von ca. 81 Millionen, bedeuten dies knapp 69 Millionen für das Jahr 2050 (Statistisches Bundesamt, 2009). Laut der FAZ (28.02.2019) fehlen allein bis 2025 bereits bis zu 2,9 Mio. Fachkräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Wer sich also nicht proaktiv um qualifiziertes Fachpersonal kümmert, wird logischerweise in näherer Zukunft oder bereits jetzt schon Probleme bekommen. Was kann ich also tun? 

    Super, dass Sie bereits reinlesen. Damit haben Sie bereits die 1. Hürde genommen, da Sie sich mit dem Thema Fachkräftemangel und Employer Branding beschäftigen.

    Wir verstehen Employer Branding als Oberbegriff vieler Maßnahmen, die optimal ineinandergreifen müssen, um zielführend Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Darunter fallen unter anderem die folgenden Begriffe:

    • Personalwerbung
    • Personalmarketing
    • Mitarbeiterbindung
    • interne Kommunikation
    • externe Kommunikation
    • Arbeitgebermarke
    • Arbeitgeberpositionierung
    • Kommunikationsplanung
    • Controlling / Employer Brand Management

     

    Wir begleiten Sie bei diesem Prozess und helfen Ihnen, Ihre Arbeitgebermarke nachhaltig zu entwickeln, zu positionieren und erfolgreich zu kommunizieren. Das Stichwort lautet „beim Fundament beginnen” und hat zwei Hauptziele vor Augen: Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Daraus leitet sich die Unterscheidung zwischen dem internen und externen Employer Branding ab.

    Ziel

    Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und des Erfolgs der Unternehmung soll durch die dauerhafte Bereitstellung von Fachpersonal gesichert werden. Ziel des Employer Branding ist es demnach, ein attraktives, glaubwürdiges und unverwechselbares Bild eines kompetenten Arbeitgebers nach innen und außen zu vermitteln. Employer Branding ist demnach eine langfristig orientierte Strategie.

    Allerdings lassen sich 2 Ausprägungen in den Zielen und Maßnahmen klar differenzieren. Ein erfolgreicher Employer-Branding-Prozess beinhaltet Maßnahmen, die den internen und den externen Bereich der Unternehmung abdecken und hält ein gesundes Gleichgewicht. Wo liegt genau nun aber der Unterschied zwischen dem internen und externen Employer Branding?

    Internes Employer Branding

    Die Zielsetzung für Maßnahmen des internen Employer Branding ist ausdrücklich die Mitarbeiterbindung. Diese entsteht vor allem durch Mitarbeiterzufriedenheit und emotionale Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen. Als positive Folge steigt die Mitarbeiteridentifikation mit dem Image und der Unternehmenskultur. Auf diesem Weg können Mitarbeiter langfristig gebunden werden und sie entwickeln darüber hinaus sogar höhere Motivation, stärkere Kundenorientierung und Wertschätzung für ihren Arbeitsplatz. Deshalb liegt der Fokus des internen Employer Branding besonders auf der Beziehung des Mitarbeiters zum Unternehmen.

    Externes Employer Branding

    Das Hauptziel des externen Employer Branding hingegen ist die Stärkung und Positionierung des Unternehmens als Marke auf dem Stellenmarkt, um neue oder ehemalige Mitarbeiter zu gewinnen. Besonders gut gelingt das laut den „Recruiting Trends 2018“ durch die eigene Karriereseite und Online-Werbung. Hier können Sie mit potenziell hoher Reichweite um potenzielle Arbeitnehmer werben und sich als Arbeitgeber positionieren sowie Ihre Vorzüge präsentieren. Durch externes Employer Branding soll die Aufmerksamkeit von potenziellen Bewerbern errungen werden. Der entstandene Impuls oder Anreiz, der durch die Instrumente entsteht, bewegt die Bewerber dazu, sich für das Unternehmen zu interessieren, sich näher mit ihm zu befassen und sich möglichst leicht weitere Informationen über das Unternehmen als Arbeitgeber einzuholen. Externes Employer Branding sollte die positiven Eigenschaften des Unternehmens besonders deutlich machen und das Unternehmen als Marke klar von den Wettbewerbern auf dem Stellenmarkt abheben. Mit einem besonders einfachen Bewerberprozess kann man sich bereits positiv von der Konkurrenz abheben.

    Fazit

    Problematisch kann es sein, wenn die internen und externen Maßnahmen nicht zusammenpassen. Wer sich in der Stellenanzeige mit einem tollen Team schmückt, intern die Stimmung aber kritisch ist, wird mit diesem Aushängeschild sowohl vorhandene als auch neue Mitarbeiter erfolgreich verschrecken. Wie finden Sie jetzt aber effizient heraus, ob Sie ein gesundes Gleichgewicht zwischen den internen und externen Maßnahmen haben?

    Eine Mitarbeiterbefragung mithilfe eines anonymen Fragebogens – optional in Kombination mit einem qualitativen Workshop – hilft bereits schnell, um herauszufinden, wie die Mitarbeiter Ihre externe Mitarbeiterwerbung wahrnehmen. Durch die Partizipation am Prozess entstehen vielfältige Mehrwerte:

    1. Sie bekommen statt möglicher Kritik hinter vorgehaltener Hand wertvolles Feedback. 

    2. Die Wertschätzung Ihrer Mitarbeiter steigt, da sie in den Prozess einbezogen werden.

    3. Sie können bei einem Workshop die Chance nutzen und qualitativ hochwertiges Foto- & Videomaterial für die Innen- & Außenkommunikation sammeln.

    Ist in Ihrem Unternehmen der Fachkräftemangel ein Thema? Falls ja, welche Maßnahmen haben Sie bereits ergriffen, um dem präventiv entgegenzuwirken? Diskutieren Sie mit uns im Kommentarfeld unten! 

    Hier einige Fragen, um step by step Ihre Arbeitgebermarke zu gestalten.

    • Was machen Sie bereits intern für die Mitarbeiterbindung?
    • Was machen Sie bereits extern für die Mitarbeitergewinnung?
    • Gibt es ein starkes Ungleichgewicht zwischen den Maßnahmen?
    • Widersprechen sich die internen und externen Maßnahmen?
    • Haben Sie bereits Ihre Mitarbeiter befragt?
    • Wie ist das Feedback der Mitarbeiter?

     

    Gerne unterstützen wir Sie bei der Gestaltung eines anonymen Fragebogens für Ihr Unternehmen, um herauszufinden wie Ihre Arbeitgebermarke wahrgenommen wird. Fordern Sie jetzt HIER kostenlose Informationen an.

     

    Autor: K. Henry Wehrenberg

    Foto: Unsplash.com

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